Clean Beauty Clean Product Richtlinie (Standard/Norm)

Die Richtlinie/Norm zum
ICADA-Qualitäts-Zeichen Clean Beauty Clean Product

Präambel

Modernen Verbrauchern genügt nicht mehr die pflanzliche Herkunft kosmetischer Rohstoffe, zumal auch natürliche Rohstoffe ein toxikologische Profil haben. Kosmetik-Produkte sollen nun „unbedenklich“ und „unschädlich“ sein (was sie schon immer waren) und müssen zu diesem Zweck nicht mehr unbedingt zur Naturkosmetik zählen. Dieser Wunsch wird von Medien und interessierten Kreisen unter dem Stichwort „clean beauty clean products“ unterstützt.

Der Trend kommt einigen Kosmetikanbietern recht, denn am 1. Juli ist das technische Dokument der Claims-Verordnung 655-2013 in Kraft getreten (Details) und macht die Werbung mit „enthält kein……..“ fast unmöglich. Manche Firmen hatten durch Ignorierung der VO 655-2013 mit „enthält kein…“-Werbung ein „reines, sauberes, clean“ Produkt-Image generiert und wollen dieses Image werblich weiternutzen. Da ist nun der Dachbegriff „clean“ für alle „enthält kein…“-Stoffe sehr willkommen.

So ist der weltweite Trend mit den Anspruch

  • „rein, sauber, klar, transparent, unschädlich für die Gesundheit, frei von „den bekannten Kritikstoffen„,
  • nicht unbedingt grün, aber unbedingt weiß/transparent
  • mit dem Ziel „tu dir was Gutes“ und „schone deine überforderte Haut“

unter der neuartigen Dach-Definition

  • clean beauty
  • clean products

entstanden.

Zwar behaupten bereits viele Kosmetik-Anbieter, „clean beauty“-Produkte anzubieten, aber bleiben aber den Nachweis dafür und Erklärungen schuldig. Auch wird die Idee vom Marketing, Werbeagenturen und Laienpresse umfangreich vorgestellt, doch es gibt keine transparente Verpflichtung, was „clean beauty“ Produkte wirklich kennzeichnet.

Es gibt also wie damals in den 90ern bei der Naturkosmetik derart viele diffuse und unehrliche Vorstellungen von den notwendigen Voraussetzungen für „clean“, dass der Leiter des ICADA-Teams nach dem gleichen Verfahren, wie er es damals bei der weltweit ersten Naturkosmetik-Norm 1997 angewandt hat, die weltweite erste Qualitäts-Label-Norm für “ clean beauty clean product“ entwickelt hat.

Der Verbraucher informiert sich derzeit mühselig im Internet über „kritische Rohstoffe“ und resultierende Produkte, die seinen Qualitätsansprüchen genügen.

Damit sich der Verbraucher nicht auf unzähligen Seiten im Internet die Informationen über „clean beauty clean products“ zusammensuchen muss und damit dieser versteckte „enthält kein….“-Trend nicht ins Uferlose abgleitet, hat ICADA das Zeichen „clean“ ins Leben gerufen. ICADA clean steht für die bewusste Vermeidung von Stoffen aus der ICADA-Blacklist.

 

Der ICADA-Standard/die Norm „clean“

Alle kosmetischen Produkte, die auf Stoffe aus der ICADA-Blacklist verzichten, können auf Antrag (hier registrieren) die Nutzungs-Erlaubnis für das ICADA-Qualitätszeichen „clean“ erhalten. Dazu brauchen die Zeichennutzer nur durch Vorlage der Produkt-INCI (kein teures Zertifizierungsverfahren, keine Rezeptur-Offenlegung) den Nachweis zu führen, dass kein Stoff der Blacklist (hier klicken) eingesetzt wurde. Zusätzlich wird die schriftliche Bestätigung notwendig, dass das registrierte Produkt keinen Stoff aus der ICADA-Blacklist enthält.

Die ICADA-Blacklist

Wir haben dafür eine ICADA-Blacklist von kritisch diskutierten Stoffen zusammengestellt. Wenn keiner dieser Rohstoffe in dem gelabelten Produkt verwendet wird, ist das Produkte qualifiziert für die Nutzung des Zeichens.

Die ICADA-Blacklist ist eine dynamische Liste und wird laufend auf den neuesten Stand gebracht. Bitte melden Sie uns an clean-products[at]icada.eu

  1. Stoffe, die zusätzlich auf die Blacklist gehören
  2. Stoffe, die nicht auf die Blacklist gehören

zusammen mit Fachliteratur, die Ihre Meinung dokumentiert.

Launched 19-07-19 by ICADA