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Lippenstift mit Karmin
Foto Daniel Karmann dpa

Trend „vegan“ – auch in der Kosmetik?

Ein Verbraucher, der sich bewusst vegan ernährt, möchte sich konsequenter Weise auch vegan pflegen. Immer mehr Shampoos, Cremes, Reinigungslotionen und Schminkprodukte werden inzwischen deutlich sichtbar als „vegan“ gekennzeichnet. Auch in der Werbung wird das Thema stärker herausgestellt. Dabei ist es gerade bei Naturkosmetik wichtig, die Produkte entsprechend zu kennzeichnen: „Weil viele denken: Da sind ja nur Blümchen drin, also ist es vegan.“ Das stimmt jedoch nicht. Auch in Naturkosmetik sind tierische Produkte wie etwa Bienenwachs, Milch und Honig erlaubt. Dennoch ist es für Hersteller von Naturkosmetik relativ leicht, sich vegan zu geben, denn ein Großteil der Produkte ist es ohnehin. „Zwischen 60 und 80 Prozent der Naturkosmetik ist sowieso vegan“, weiß die Branchenexpertin und Unternehmensberaterin Elfriede Dambacher. Warum nicht alle Anbieter die vegane Schiene fahren? Einige tierische Rohstoffe haben so gute Eigenschaften, dass man sie nicht ohne weiteres ersetzen kann. Das trifft z.B. für Bienenprodukte zu. Bienenwachs im Lippenstift sorgt für eine gute Konsistenz und hat sehr pflegende Eigenschaften. Neben Bienenwachs, Honig und Milchproteinen wird auch der rote Farbstoff Karmin für Naturkosmetik verwendet – vor allem in Lippenstiften. Er wird aus Schildläusen gewonnen. Wer ein ganz reines Gewissen haben will, muss übrigens noch genauer hinschauen. Die Tierschutzorganisation Peta betont: „Vegan ist nicht automatisch gleichzusetzen mit tierversuchsfrei.“ Quelle dpa   Foto Daniel Karman